Habichtwiese

lageplan habichtwieseWas ist die Habichtwiese?

Wir haben diese Fläche „Habichtwiese“ genannt, weil sie am Ende des Habichtweges liegt. Ein offizieller Name ist das jedoch nicht.
Angrenzend gibt es eine private Pferdehaltung, mit der Halterin gibt es eine Abstimmung mit dem Verein.
Gegenüber gibt es ein Birkenwäldchen, in dem zahlreiche Tiere ihren Lebensraum haben, so z.B. ein Rudel Rehe (das ab und zu unsere Jungpflanzen frisst…), Horste von Greifvögeln und vor allem ein Fasan („Heinrich“), der von den Besuchern auf der Wiese oft beobachtet und gehört werden kann.
Bis vor 12 Jahren wurde die Fläche durch Bornstedter Landwirte genutzt. Als wir sie vor zwei Jahren übernommen haben, gab es praktisch nur Bewuchs mit dem sogenannten invasiven Neophyten „Kanadische Goldrute“, bis zu 150 cm hoch und höher.
Was zur Blütezeit wunderschön aussieht, ist für die Artenvielfalt und für jede Art von Gartenbau ein großes Problem. Die Art verdrängt praktisch alle anderen Arten, wird von keinem einheimischen Tier gefressen und vermehrt sich sowohl durch riesige Mengen Samenstände als auch durch ausuferndes Wurzelwerk.
Unsere erste und auch immer noch andauernde Arbeit ist also, durch regelmäßige Mahden die Goldrute zumindest auf Teilen der Wiese soweit zurückzudrängen, dass andere Wildpflanze eine Chance haben.
Wir haben bisher vorwiegen mit Handsensen gemäht, um bodennahen Pflanzen und Lebewesen das Überleben zu ermöglichen.
Im Frühsommer 2016 zeigeten sich erste Ergebnisse: Eine bunte und überaus vielfältige Wildblumenwiese entwickelte sich.

Die Fläche haben wir dreigeteilt:

In eine Wirtschaftsfläche mit Bauwagen, Komposttoilette, Kinderspielhäusern, Feuerstelle und Arbeitsflächen.

In eine naturnahe bewirtschaftete Gartenbaufläche, die weniger zum Anbau möglichst großer Mengen dient, als zu Erhöhung der Artenvielfalt. Wir haben dort eine Streuobstwiese, eine Fruchthecke, kleine Beete mit einheimischen Kräutern und einen Zweikammerkompost eingerichtet. Auch das Bienenvolk findet dort seinen Platz.

Die dritte Fläche wird freigehalten zur Beobachtung der Entwicklung der Monokulturfläche mit Goldrute zu einer artenreichen Wiese

Wir haben weder Strom- und noch Wasseranschluss auf der Wiese.

Was haben wir getan?

Die Wiese gemäht und eingezäunt, einen Bauwagen beschafft und mit Werkzeug bestückt, eine Feuerstelle angelegt, Kinderspielhäuser dorthin transportiert, Bäume, Sträucher und Stauden gepflanzt, ein Kompostklo gebaut und die Natur genossen. Wir haben dort mit Schulklassen und Familien zusammengearbeitet, gelernt, gelacht und in Regen, Wind und Sonne gestanden, wir haben mit Freunden und Förderern über die weitere Gestaltung nachgedacht und uns über Heinrich, den Fasan gefreut.

Was tun wir 2017?

Unsere Ziele für 2017 sind der Weiterbau der Infrastruktur (Vor- bzw. Schattendach, eine Draußenküche, urbarmachen weiterer Gartenflächen) und Angebote von Projekttagen für Hortgruppen (in den Ferien) und Familien (zweimal im Monat von April-September).

Wo wollen wir hin?

Mittelfristig möchten wir darauf eine Naturerlebnis- und Bauspielfläche für Kinder, Familien, Hortgruppen und natürlich Nachbarn und Bewohner des Stadtteils entwickeln.
Was man dort mal machen kann: Mit Holz bauen, am Lagerfeuer sitzen, Gartenbau erlernen, über offenem Feuer kochen, Tiere und Pflanzen beobachten, aktiven Naturschutz betreiben, laut sein und toben, aber auch mal leise sein und träumen, mit Wasser, Feuer, Erde, Luft experimentieren, und alles, woran wir heute noch nicht denken.

Diese Einrichtung soll sich später, in Zusammenarbeit mit mehreren anderen Vereinen, allen voran das Haven-Volck e.V., sich auch mit Themen wie Historischem Handwerk, Geschichtsvermittlung und Experimenteller Archäologie befassen.

Tierhaltung ist bei entsprechender personeller Ausstattung ein fester Bestandteil dieser Arbeit.

Was brauchen wir:

Das können wir kurz fassen: Menschen, Material und Moneten.

Menschen: Die praktisch und theoretisch helfen (auch hier gibt es viel Arbeit, wie Konzepte, Text- und Bilddokumentation…), die eigene Ideen mit einbringen und auch gleich verwirklichen, die uns frischen Kaffee bringen oder Pflanzen die sie nicht mehr brauchen.

Material: Alles womit man bauen kann (Holz, Nägel, Werkzeug), alles womit man gärtnern kann (Pflanzen, Kompost, Mulch, Werkzeug), alles womit man ökologisch draußen spielen kann (bitte kein Kunststoffspielzeug).

Moneten: Wir haben noch größere Anschaffungen vor, die beiden wichtigsten im Jahr 2017 sind ein stromunabhängiger Rasenmäher mit großer Schnitthöhe und eine Brauchwasserversorgung. Jeder cent, jede Projektidee, jeder Hinweis auf Fördermöglichkeiten helfen uns weiter!